HiFi

Warum kann langes Musikhören mit Kopfhörer Kopfschmerzen verursachen?

In Zeiten tragbarer mp3-Player, Handy, Smartphone und iPad, wird das Musikhören mit Kopfhörer häufiger praktiziert als je zuvor. Auch Zuhause oder sogar bei der Arbeit werden Kopfhörer eingesetzt, um die Umgebung nicht mit dem eigenen Musikgeschmack zu stören. Nach längerem Hören können dabei Kopfschmerzen auftreten, die die Betroffenen oft auf den Sitz des Kopfhörers zurückführen: Zu enger Bügel über dem Kopf, falsche Größe des In-Ear-Kopfhörers etc. Tatsächlich ist häufig ein psychoakustischer Effekt der wahre Grund: Der fehlende “Crossfeed”. Unser Gehirn ist gewöhnt, dass stets beide Ohren den Schall einer Quelle wahrnehmen. Das der Schallquelle zugewandte Ohr natürlich zuerst und stärker als das abgewandte Ohr, aber dennoch werden letztlich beide Ohren erreicht. Bei der Benutzung von Kopfhörern ist dies nicht gegeben und führt zu einer Irritation des Gehirns, die sich sogar in Kopfschmerzen niederschlagen kann. Abhilfe schaffen hier Abspielprogramme oder Kopfhörerverstärker, die den Crossfeed simulieren. Es werden dabei einfach kleine Mengen des jeweils anderen Stereokanals – also Signale des anderen Kanals in geringerer Lautstärke – beigemischt. Dadurch bekommen beide Ohren das Signal der imaginären Schallquelle zu hören. Das Klangerlebnis ist dabei in keiner wahrnehmbaren Art und Weise beeinträchtigt!
Für den bei audiophilen Hörern sehr beliebten Musikspieler foobar2000 für Windows, gibt es z.B. ein Crossfeed Plugin kostenlos zum Herunterladen.

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