Energie

Was ist “Windgas”?

“Windgas” ist eine neue Technologie, bei der aus Strom Methan, also Erdgas, hergestellt wird. Der Strom spaltet zunächst Wasser durch den bekannten Prozess der Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff. Der Wasserstoff reagiert dann unter Zugabe von CO2 zu Methan. Dieser zweite Schritt wird Methanisierung genannt. Der Begriff “Windgas” wird dann verwendet, wenn der dabei verwendete Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Zum Beispiel eben aus Windkraftanlagen.
Doch warum möchte man Strom aus erneuerbaren Energien in Erdgas umwandeln? Dahinter steckt eines der Kernprobleme der erneuerbaren Energien: Strom wird nicht notwendigerweise produziert wenn er gebraucht wird, sondern wenn die Bedingungen wie Sonnenschein oder starker Wind günstig sind. Strom, der ins Stromnetz eingespeist wird, aber nicht benötigt wird, überlastet die Netze. Er muss gespeichert werden. Derzeit existiert keine Möglichkeit die enormen Strommengen elektrisch zu speichern. Da das deutsche Erdgasleitungsnetz sehr gut ausgebaut ist und eine große Menge an Erdgas aufnehmen kann, kam man auf die Idee, den temporär überschüssigen Strom in Gas umzuwandeln und in das Erdgasnetz einzuspeisen. Damit hat man zwar keinen elektrischen Speicher aber die Energie wird dann in Form von Erdgas aufbewahrt. Natürlich geht bei der Umwandlung von Strom in Erdgas ein Teil der Energie für uns verloren. Aber mit dieser Vorgehensweise hat man endlich einen Energiespeicher, der groß genug ist. Außerdem kann bewährte und existierende Infrastruktur benutzt werden und damit diese Technologie schnell umgesetzt werden.

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