HiFi

Klangtuning in den eigenen vier Wänden: Unterschiede, die man wirklich hören kann

Auf der Suche nach besseren Klang der eigenen Stereoanlage oder des eigenen Surroundsystems sind viele. Zum einen als Hobby, zum anderen um neue Technologien in das bestehende System bestmöglich zu integrieren. Aber was bringt wirklich merkliche nennenswerte Klangverbesserungen? Ein anderer Verstärker? Neue Boxen? Andere Stromkabel oder ein externer Digital-Analog-Wandler – kurz DAC -? Dickere Lautsprecherkabel, ein anderer Encoder für digitale Musik in Formaten wie z.B. mp3 oder aac von Apple? An vielen Stellen kann man viel Geld ausgeben. Neue Geräte oder Kabel werden angeschafft und angeschlossen und zunächst hört man auch eine Verbesserung. Sammlungen von „Referenz Playlisten“ werden durchgehört, um mit immer gleichen Songs den Vergleich zu machen. Nur um nach einigen Stunden oder Tagen ernüchtert festzustellen, dass man doch keinen Unterschied hören kann. Doch warum haben so viele vermeintliche Verbesserungen keinen nennenswerten Einfluss auf den Klang? Die einfache Antwort ist: „Eine Kette ist nur so stark, wie das schwächste Glied.“ Dies trifft auch auf eine HiFi-Kette 100% zu! Doch welches Glied ist das schwächste? Um das Fazit vorwegzunehmen, bei fast allen Besitzern einer HiFi Anlage ist ein und derselbe Faktor der entscheidende!

Ist es die Elektronik des abspielenden Gerätes oder der Verstärker? Die heutige Elektronik im HiFi-Bereich ist sehr weit fortgeschritten. Seit vielen Jahrzehnten wird die Technik verfeinert. Der Einfluss der Stromversorgung, die Charakteristik der verwendeten Bauteile usw. ist so gut verstanden, dass moderne Verstärker über den gesamten nutzbaren Verstärkungsbereich eine lineare Verstärkung aller nötigen Frequenzen bereitstellen. Ende. Wenn ein Verstärker das nicht leistet, dann meistens absichtlich, weil z. B. der Klang mit automatischen Equalizern angepasst wird, um dem Hörer einen subjektiv besseren Sound zu bieten.

Kurzum: Wer in der HiFi Einstiegs- bis Mittellklasse einkauft, hat schon eine sehr sehr gute Grundausstattung.

Andere Stromkabel, andere Cinchkabel für die Audioverbindung der Geräte oder gar eine andere Mehrfachsteckdose bringen keine Klangverbesserung. Wenn die Kabel prinzipiell funktionieren, reicht es. Dies ist im Zeitalter von Streaming natürlich auch zu beachten: Eine Übertragung per Funk ist prinzipbedingt störanfälliger. Bei den Lautsprecherkabeln sind übrigens auch keine bahnbrechenden Klangunterschiede zu erzielen. Wer nicht gerade Klingeldraht mit 0,5 Quadratmillimeter, sondern eher zwei oder vier Quadratmillimeter Durchmesser benutzt, holt schon alles heraus. Mehr ist nicht nötig, solange das Kabel zu den Boxen nicht 100 Meter lang ist.

Was ist also der Schlüssel zu besserem Klang? Die Antwort liefert die Gegenfrage, wie der Klang schließlich aus der Elektronik an das Ohr des Hörers gelangt. Durch die Lautsprecher und den Raum! Und genau da wird es akustisch schwierig und aufwendig und deshalb lohnt sich genau an dieser Stelle so mancher Euro für die Lautsprecherboxen und so manche Stunde des Ausprobierens bei der Aufstellung derselben. Gerade hier ist auch der schwierigste Kompromiss zu finden: Eine Box soll oft klein und unauffällig sein. Und schon gar nicht darf die Aufstellung der restlichen Möbel durch die Lautsprecher bestimmt werden. Genau da müssen aber die Prioritäten gesetzt werden. Es gibt viele Anleitungen, wie man die Aufstellung von Stereo- und Surroundanlagen vornehmen soll. Dies sollte man zumindest zum Spaß mal vollständig beachten. Nur so lernt man das Potenzial der eigenen Anlage überhaupt kennen. Dann kann immer noch zugunsten der Optik der eine oder andere Aufstellungstipp missachtet werden. Aber erst dann. Wer nicht weiß, welcher Klang möglich ist, weiß nie, wonach er eigentlich sucht und worauf er achten muss.

Für Subwoofer gibt es übrigens auch eigene Aufstellungstipps und Tricks!

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