Anekdote

„Tatort Technik“: Pech gehabt, Post falsch gemacht.

Dank Facebook verpasse ich kein Konzert meiner Lieblingsbands mehr. Ich bekomme mit, wann und wo gute Partys sind. Witz E-Mails gibt es nun Gott sei Dank auch nicht mehr. Coole Sprüche, lustige Videos, alles gibt es sehr praktisch bei den sozialen Netzwerken. Je mehr mitmachen, umso lustiger wird es. Ich poste gerne auch selbst auf Facebook: News und Veranstaltungshinweise. Und ich poste auch manchmal für mich selbst. Ja, z.B. Urlaubsfotos als elektronisches Tagebuch für mich selbst. Ich kann es lesen, sonst niemand. Einfach beim Posten die Privatsphäre Einstellungen wie gewünscht wählen. So einfach ist das. Man muss natürlich ein bisschen aufpassen: Die Einstellungen für die Privatsphäre des letzten Posts werden für den nächsten Post gerade wieder benutzt. Echt lustig, wenn da ein Selfie aus der Umkleidekabine von H+M mit dem kurzen Schwarzen direkt für alle Freunde gesendet wird. Fein, fein. Ja, für alle Freunde. Also auch für die „Bekannten“. Das sind die Leute, denen man zur Vermeidung lästiger Fragen bei der nächsten Begegnung, die Freundschaftsanfrage bei Facebook positiv beantwortet hat, aber sie danach gleich der Gruppe „Bekannte“ zugeordnet hat. Und dann kann man immer schön an „Freunde, außer Bekannte“ posten. Praktisch. So lange man daran denkt. Sonst ist die Frage vielleicht weniger, wie das eigene Bild zu Facebook kommt, als die, warum es alle sehen können. Wichtig natürlich auch für Eheleute und Kinder, also all diejenigen, die bei Facebook mit Leuten Kontakt haben, aber andere Leute auf Facebook davon nichts wissen sollten. Ja liebe Tochter, ich weiß von der Party bei Leon am Samstag und „nein“, du bleibst da nicht über Nacht unter dem Vorwand die letzte Bahn verpasst zu haben. Pech gehabt, Post falsch gemacht.

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